Eine gut vorbereitete Räumung ist schneller fertig, günstiger und deutlich weniger anstrengend. Die meiste Arbeit liegt dabei nicht am Räumungstag selbst, sondern in den Tagen davor.

Zwei bis drei Wochen vorher

Termin und Frist abgleichen. Wann muss die Wohnung übergeben sein? Planen Sie mindestens zwei Tage Puffer zwischen Räumung und Übergabetermin ein – für den Fall, dass noch eine Endreinigung oder eine kleine Reparatur dazukommt.

Besichtigung vereinbaren. Ein belastbarer Festpreis entsteht erst, wenn jemand das Objekt gesehen hat. Zeigen Sie dabei wirklich alles: Keller, Dachboden, Garage, Gartenhütte. Was bei der Besichtigung nicht auf dem Tisch liegt, kann später nicht im Preis enthalten sein.

Dokumente suchen. Ausweise, Sparbücher, Versicherungspolizzen, Verträge, Kfz-Papiere, Fotos. Erfahrungsgemäß liegen die verstreut – in Schubladen, Büchern, im Nachtkästchen. Nehmen Sie sich dafür bewusst Zeit.

Eine Woche vorher

Behalten oder weg? Markieren Sie alles, was bleiben soll, deutlich – Klebeband, Zettel, oder alles in einem Raum sammeln. Ein seriöses Räumungsunternehmen rührt markierte Gegenstände nicht an.

Wertvolles gesondert behandeln. Schmuck, Münzen, Uhren, Werkzeug, alte Möbel: Was einen Restwert hat, kann gegen die Räumungskosten gerechnet werden. Sprechen Sie das an, bevor geräumt wird.

Problemstoffe melden. Farben, Lacke, Altöl, Batterien, Leuchtstoffröhren, Gasflaschen, alte Pflanzenschutzmittel. Diese Stoffe brauchen eine gesonderte Behandlung. Wer sie vorher nennt, vermeidet Überraschungen am Räumungstag.

Zufahrt klären. Kommt ein Fahrzeug bis zur Tür? Braucht es eine Halteverbotszone? In Innenstadtlagen muss die rechtzeitig beantragt werden.

Ein bis zwei Tage vorher

Nachbarn informieren. Eine kurze Info im Stiegenhaus erspart Diskussionen, wenn das Stiegenhaus einen Vormittag lang belegt ist.

Strom und Wasser prüfen. Bei bereits abgemeldeten Objekten fehlt manchmal beides. Licht im Keller ist keine Kleinigkeit, wenn dort sortiert werden soll.

Lift reservieren. Wo eine Hausverwaltung das verlangt, rechtzeitig anmelden.

Schlüssel bereitlegen. Auch für Keller, Garage und Nebengebäude. Fehlt ein Schlüssel, steht die Räumung.

Am Räumungstag

Anwesend sein – oder eben nicht. Beides ist möglich. Wer nicht dabei sein kann oder will, übergibt die Schlüssel und lässt sich den Ablauf auf Wunsch mit Fotos dokumentieren. Gerade bei Verlassenschaften ist das für Angehörige oft die entlastendere Variante.

Am Ende gemeinsam durchgehen. Jeder Raum, jeder Nebenbereich. So fällt sofort auf, wenn etwas übersehen wurde.

Was Sie sich sparen können

Möbel selbst vorab zu zerlegen oder in den Hof zu tragen bringt selten etwas. Das Team kommt ohnehin mit voller Mannschaft und Fahrzeug – der Zeitgewinn ist gering, das Verletzungsrisiko nicht. Sinnvoller ist es, Papier, Textilien und Elektrokleingeräte selbst zum Altstoffsammelzentrum zu bringen, wenn Sie ohnehin dorthin fahren. Das senkt das zu entsorgende Volumen spürbar.