Bei jeder Räumung fällt derselbe Mix an: ein paar Möbel, ein alter Kühlschrank, halbvolle Farbdosen, Kabelreste, ein Sack Bauschutt. Was davon wohin gehört, entscheidet nicht nur über die Umweltbilanz, sondern auch über den Preis – gemischter Restmüll ist in der Entsorgung deutlich teurer als sortenrein getrennte Fraktionen.
Sperrmüll
Alles, was wegen Größe oder Gewicht nicht in die Restmülltonne passt und nicht einer anderen Fraktion zuzuordnen ist: Couchgarnituren, Matratzen, Kästen, Teppiche, Sanitärkeramik, Gartenmöbel, Kinderwagen. Nicht dazu gehören Elektrogeräte, Bauschutt und Problemstoffe – auch wenn sie sperrig sind.
Altholz und Metall
Massivholzmöbel, Bretter, Paletten einerseits, Altmetall wie Heizkörper, Rohre, Werkzeug, Fahrräder andererseits. Beides sind Wertstoffe. Ein Kellerräumung, bei der Metall und Altholz sauber herausgezogen werden, kostet spürbar weniger als eine, bei der alles gemeinsam als Restmüll wandert.
Elektroaltgeräte
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Bildschirme, Kleingeräte, Leuchtmittel. Elektroaltgeräte dürfen nicht in den Restmüll und werden über die Sammel- und Verwertungssysteme abgewickelt. Kühlgeräte brauchen wegen der Kältemittel eine gesonderte Behandlung – deshalb sollten sie nicht beschädigt transportiert werden.
Problemstoffe
Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Batterien und Akkus, Leuchtstoffröhren, Spraydosen mit Restinhalt, Chemikalien, alte Pflanzenschutzmittel, Medikamente. Diese gehören weder in den Restmüll noch in den Sperrmüll, sondern zur Problemstoffsammlung.
Ein Sonderfall sind Lithium-Akkus. Sie sind eine der häufigsten Brandursachen in Sammelfahrzeugen und Sortieranlagen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus sollten Sie nicht selbst transportieren, sondern bei der Abgabe darauf hinweisen.
Bauschutt
Fliesen, Beton, Ziegel, Mörtel. Bauschutt ist schwer, aber vergleichsweise günstig zu entsorgen – solange er sauber ist. Sobald Gips, Holz oder Dämmmaterial dazwischen liegen, ändert sich die Einstufung und damit der Preis.
Altstoffsammelzentrum oder Abholung?
Für überschaubare Mengen ist der Weg ins Altstoffsammelzentrum der Gemeinde die günstigste Variante – Öffnungszeiten und angenommene Fraktionen unterscheiden sich allerdings von Gemeinde zu Gemeinde, ein Blick auf die Gemeindeseite lohnt sich. Für Haushalte gibt es dort in der Regel bestimmte Mengenobergrenzen.
Ab dem Punkt, an dem Sie mehrere Fahrten bräuchten, kein passendes Fahrzeug haben oder die Sachen erst aus dem vierten Stock heruntergetragen werden müssen, lohnt sich die Abholung. Wir holen direkt aus Wohnung, Keller oder Garage ab und trennen bereits beim Verladen. Für die Sammlung von Abfällen liegt die Erlaubnis des Landes Oberösterreich gemäß § 24a AWG 2002 vor.
Details zum Ablauf finden Sie auf den Seiten Sperrmüll & Entsorgung und Entsorgungen.